zum Aufschweißen auf Rohrleitungen
Behälterschauglas PN 16 | PN 25 | PN 40
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Die runde Schauglasarmatur vom Typ 391 ist ein Behälterschauglas mit Rohranbau zur visuellen Kontrolle von Prozessen in medienführenden Rohrleitungen und stark gekrümmten Tanks.
Die Armatur wird auf den Rohranschluss der Rohrleitung aufgeschweißt und ermöglicht so die zuverlässige Beobachtung flüssiger oder gasförmiger Medien sowie innerer Prozesszustände.
Die runde Schauglasarmatur vom Typ 391 wird standardmäßig aus korrosionsbeständigem Edelstahl 1.4571 gefertigt. Der Grundflansch mit Rohranbau ermöglicht die Einbindung in Rohrleitungen oder die Montage an stark gekrümmten Tanks.
Als Sichtfenster dient transparentes Borosilikatglas nach DIN 7080. Das Glas zeichnet sich durch eine hohe chemische Beständigkeit aus. Abweichende Glaswerkstoffe sind auf Kundenwunsch möglich.
Für die Abdichtung des Schauglases steht eine Auswahl von mehr als 50 Dichtungswerkstoffen zur Verfügung. Abhängig von Medium, Druck, Temperatur und den chemischen Anforderungen des Prozesses können unter anderem Faserstoffdichtungen, PTFE (Teflon®), NBR, novaphit® MST-XP und KlingerSil® C4400 eingesetzt werden.
Bei höheren thermischen Anforderungen oder bei Belastung durch Dampf kann das Schauglas mit einer angepassten Glimmer-Schutzscheibe ausgestattet werden. Für aggressive Chemikalien und Laugen lässt sich das Borosilikatglas durch eine FEP-Schutzscheibe oder FEP-Beschichtung zusätzlich vor chemischen Einflüssen schützen. Alternativ ist eine Halar®-Beschichtung möglich.
Optional lässt sich der Typ 391 mit einem Schauglas-Wischer SGW mit Wischerblatt aus PTFE, Silikon oder EPDM ausstatten. Bei schlecht beleuchteten Tanks und Rohrleitungen kann das Schauglas mit einer LED-Leuchte für Ex- und Nicht-Ex-Bereiche versehen und dadurch die Sicht verbessert werden.
Darüber hinaus sind Sonderkonstruktionen für abweichende Einbausituationen und Prozessanforderungen möglich.
Das runde Behälterschauglas mit Rohranbau wird eingesetzt, wenn Prozesse innerhalb medienführender Rohrleitungen oder stark gekrümmter Tanks beobachtet und visuell überwacht werden müssen.
Typische Einsatzbereiche finden sich im industriellen Anlagen- und Apparatebau. Auch in der chemischen Industrie und in der Verfahrenstechnik kommt der Typ 391 zum Einsatz.
| DN | 100 | 125 | 150 | 200⁴ | 300⁵ | 350⁵ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Da [mm] (PN 16) | 220 | 250 | 285 | 340⁴ | 460⁵ | 520⁵ |
| Gew. [kg]² (PN 16) | 10,5 | 14,5 | 18,6 | 28,2 | 55,7 | 78 |
| Da [mm] (PN 25/40) | 235 | 270 | 300 | 375 | - | - |
| Gew. [kg]³ (PN 25/40) | 14,8 | 21,1 | 27,5 | 52,6 | - | - |
| Di [mm] | 107 | 132 | 160 | 207 | 310 | 340 |
| L [mm] (Standard) | 70 | 70 | 70 | 70 | 70 | 70 |
| s [mm] | 3,6 | 4 | 4,5 | 6,3 | 7,1 | 8 |
| A [mm] | 114,3 | 139,7 | 168,3 | 219,1 | 232,9 | 355,6 |
| ² ggf. kleiner oder größer, je nach Größe von D und L | ||||||
Typ 391 dient der visuellen Kontrolle von Prozessen in medienführenden Rohrleitungen und stark gekrümmten Tanks. Durch die Armatur lassen sich Medien und Prozesszustände beobachten, ohne die Anlage öffnen oder den laufenden Prozess unterbrechen zu müssen.
Die Schauglasarmatur besitzt einen Grundflansch mit Rohranbau und wird auf die Rohrleitung beziehungsweise den dafür vorgesehenen Rohranschluss aufgeschweißt. Dadurch entsteht eine stabile und dauerhaft dichte Verbindung mit der Anlage.
Typ 391 ist in den Nennweiten DN 100, DN 125, DN 150, DN 200, DN 300 und DN 350 erhältlich. Abhängig von Nennweite und Ausführung stehen die Nenndruckstufen PN 16, PN 25 und PN 40 zur Verfügung.
Nein, der zulässige Betriebsdruck hängt von Nennweite und Ausführung ab. Maximal sind 40 barü möglich. Laut Maßtabelle ist der Betriebsdruck bei DN 200 auf maximal 10 barü und bei DN 300 sowie DN 350 auf maximal 6 barü begrenzt. Dieses ist hauptsächlich limitiert durch die mögliche Glasstärke. Für die konkrete Auslegung müssen zusätzlich Temperatur, Medium, Glas und Dichtungswerkstoff berücksichtigt werden.
Der Typ 391 wir für Temperaturen von 80 bis 400 °C angeboten. Die tatsächlich zulässige Einsatztemperatur hängt von der gewählten Glas-, Dichtungs- und Schutzscheibenausführung sowie vom Betriebsdruck und Medium ab.
Die Flansche werden standardmäßig aus Edelstahl 1.4571 (316Ti) gefertigt. Als Sichtfenster kommt Borosilikatglas nach DIN 7080 oder eine kundenspezifische Glaslösung zum Einsatz. Für die Abdichtung stehen mehr als 50 unterschiedliche Dichtungswerkstoffe zur Verfügung.
Verfügbar sind unter anderem der Schauglas-Wischer SGW, LED-Leuchten für Ex- und Nicht-Ex-Bereiche, Glimmer-Schutzscheiben sowie FEP- oder Halar®-Beschichtungen. Sonderkonstruktionen ermöglichen außerdem die Anpassung an besondere Einbau- und Prozessbedingungen.